Wie kann man das Immunsystem von Kindern stärken?

Nicht nur im Winter sind Kinder regelmäßig von Erkältungen und anderen Infekten betroffen. Kein Wunder: Denn das Immunsystem muss erst noch lernen, mit krankmachenden Viren und Bakterien umzugehen.

Mit ein paar einfachen Tricks kannst Du die Abwehrkräfte Deines Kindes unterstützen. Dazu eignen sich besonders:

  • eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an frischem Obst und Gemüse
  • besonders wichtig für die Abwehrkräfte sind Vitamin A, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin D, Folsäure, Zink, Selen, Eisen und Omega 3 Fettsäuren1-9
  • regelmäßig Buttermilch, Joghurt, Kefir und vergorene Produkte (Probiotika) wie Sauerkraut verzehren. Auf diese Weise siedeln sich gesunde Bakterien im Darm an und unterstützen das Immunsystem10
  • immer, wenn die Sonne scheint, für 5 bis 10 Minuten ohne Sonnenschutz im Freien aufhalten. Dadurch kann der Organismus Vitamin D3 in der Haut selbst produzieren11
  • genug Wasser oder ungesüßten Tee trinken
  • mindestens zwei Mal täglich alle Fenster ganz öffnen (nicht kippen), um frische Luft hereinzulassen

In diesem Artikel stellen wir Dir weitere effektive Maßnahmen vor, die das Immunsystem bei Kindern stärken.

1. Ausreichend schlafen

Schon unsere Großeltern wussten: Wer zu wenig schläft, ist öfter krank. Diese alte Volksweisheit konnte mittlerweile durch wissenschaftliche Studien bestätigt werden.12, 13

Nach Angaben der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) haben Kinder und Jugendliche etwa folgenden Schlafbedarf:14

AlterSchlafdauer pro Tag/th>
0 bis 3 Monate14 bis 17 Stunden
4 bis 12 Monate12 bis 16 Stunden
1 bis 2 Jahre11 bis 14 Stunden
3 bis 5 Jahre10 bis 13 Stunden
6 bis 12 Jahre9 bis 12 Stunden
13 bis 18 Jahre8 bis 10 Stunden

Schlafbedarf von Kindern in verschiedenen Altersgruppen

Wenn Dein Kind schlecht einschlafen kann, sollte es vor dem Schlafengehen nicht mehr als eine Stunde fernsehen oder vor dem Computer beziehungsweise dem Smartphone verbringen. Der Grund liegt darin, dass diese Bildschirme Licht einer bestimmten Wellenlänge abstrahlen, die den Schlaf-wach-Rhythmus beeinflusst.15

2. So viel wie möglich an der frischen Luft bewegen

Wir wissen schon lange, dass sportliche Aktivitäten unser Immunsystem stärken. Vor Kurzem lieferten Wissenschaftler eine Erklärung für dieses Phänomen: Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft erhöht die Anzahl der natürlichen Killerzellen in unserem Organismus.16, 17

Diese Gruppe von weißen Blutkörperchen erkennt körpereigene Zellen, die mit Viren infiziert sind, und tötet sie ab. Am besten machst Du mit der ganzen Familie drei Mal in der Woche für jeweils eine halbe Stunde Sport.

Kind spielt in der Sonne

Besonders gut eignen sich Fahrradfahren, Wandern, Jogging oder Inlineskaten. Wenn einer Eurer Familienmitglieder erste Erkältungssymptome zeigt, sollte er lieber zu Hause bleiben, bis er wieder gesund ist.

3. Die Ausbreitung von Keimen verhindern

Potenzielle Krankheitserreger außerhalb des Körpers zu bekämpfen, stärkt nicht direkt die Abwehrkräfte. Trotzdem lässt sich auf diese Weise das Immunsystem Deines Sprösslings entlasten.

Kinder sollten sich angewöhnen, die Hände regelmäßig mit Seife zu waschen. Das gilt besonders:

  • vor und nach jeder Mahlzeit
  • nach dem großen und kleinen Geschäft
  • nachdem Haustiere gestreichelt wurden
  • wenn die Kleinen vom Spielen im Freien zurückkommen
  • nach der Heimkehr aus der Schule, dem Kindergarten oder der Kindertagesstätte

Damit sich Dein Kind schneller an regelmäßiges Händewaschen gewöhnt, sucht es sich am besten sein eigenes buntes Handtuch aus. Seife in einer lustigen Farbe oder Form und mit einem interessanten Duft macht das Waschen zu einem abwechslungsreichen Spiel. Für unterwegs eignen sich zum Abwischen der Hände Einwegtücher.

4. Zahnbürste öfter wechseln

Da die Zahnbürste in der Regel nur unter fließendem Wasser ausgespült wird, stellt sie eine optimale Brutstätte für Mikroorganismen dar. Wenn dann auch noch mehrere Bürsten in einem Zahnputzbecher stehen, verteilen sich die Bakterien und Viren schön gleichmäßig.

Kein Wunder, dass sich nach und nach alle Familienmitglieder über ihre Zahnbürsten anstecken. Aus diesem Grund empfiehlt die Berufsvereinigung der Zahnärzte aus den USA und Kanada (Academy of General Dentistry), die Zahnbürste sofort zu wechseln, wenn ein Familienmitglied eine Erkältung bekommt.

5. Zu Hause keine sterile Umgebung schaffen

Auch Neugeborene haben bereits ein funktionsfähiges Immunsystem. Um den kindlichen Organismus effektiv schützen zu können, benötigt es als Sparringspartner Bakterien, Viren und andere Keime.

Selbst wenn mehrere Krankheitserreger auf einmal in den Körper gelangen, ist das nicht tragisch: Dank des Nestschutzes in den ersten Wochen besitzen die Kleinen eine ausreichende Immunität. Erst nach mehreren Monaten kommt es zu einem vollständigen Abbau der mütterlichen Antikörper.

Die eigenen Abwehrkräfte haben somit genügend Zeit, sich zu entwickeln. Mit jedem neuen Infekt lernt das Immunsystem und wird immer stärker. Manche Eltern sind übervorsichtig und sorgen zu Hause für eine möglichst sterile Umgebung.

Das ist keine gute Idee, denn der Organismus des Kindes muss sich mit den Keimen aus der Umgebung auseinandersetzen. In den ersten Lebensjahren können häufiger Erkältungen mit Fieber, Husten und Schnupfen auftreten. Nach Aussagen von naturheilkundlich arbeitenden Therapeuten ist das vollkommen normal und kein Grund, sich Sorgen zu machen.

Hinweis

Dieser Punkt widerspricht nur scheinbar dem Abschnitt über das Händewaschen. Es geht darum, dass der Körper Deines Kindes in Kontakt mit den natürlich vorkommenden Mikroorganismen bei Euch zu Hause tritt.

Wenn jedoch alle möglichen fremden Keime von den Händen über die Mund- und Nasenschleimhaut in den Körper gelangen, kann das Immunsystem schnell überlastet sein.

6. Mit den Kindern regelmäßig in die Sauna gehen

Hitze- und Kältereize aktivieren auf effektive Weise unser Immunsystem. Seit langer Zeit haben sich deshalb Saunagänge bewährt, die – regelmäßig durchgeführt – vor Erkältungskrankheiten schützen können.

Ein weiterer Vorteil ist das Schwitzen in der Sauna: Gewisse Schadstoffe und überschüssige Säuren werden aus dem Bindegewebe freigesetzt und über die Haut ausgeschieden.

Das sorgt wiederum für eine Entlastung unseres Immunsystems. Dadurch kann der Organismus besser auf krankmachende Bakterien und Viren reagieren. Die gute Nachricht: Auch Kinder dürfen prinzipiell in die Sauna.

In öffentlichen Saunen sollten sie alt genug sein, um Darm und Blase unter Kontrolle zu halten. Am besten fragst Du an der Rezeption nach, welche besonderen Bestimmungen für Minderjährige sonst noch gelten.

Damit der Kreislauf der Kleinen nicht überfordert wird, gilt es einige Regeln zu beachten:

  • Je nach Alter und Saunaerfahrung können Kinder für etwa fünf bis zehn Minuten auf der untersten Bank (später auch auf der mittleren Bank) der Kabine Platz nehmen
  • Saunagänge nicht übertreiben (nicht zu lang und nicht zu heiß). Bei den ersten Besuchen genügt ein einziger Saunagang von drei bis fünf Minuten
  • Für jedes Kind sollte ein Erwachsener in der Saunakabine zuständig sein
  • Wenn sich das Kind unwohl fühlt oder ein kalter Schweißausbruch auftritt, muss die Kabine sofort verlassen werden
  • Nicht mit vollem Magen saunieren. Die letzte Mahlzeit sollte eineinhalb bis zwei Stunden zurückliegen
  • Keine Aufgüsse mitmachen
  • Nach dem Saunagang nicht unter die eiskalte Dusche oder ins Tauchbecken gehen
  • Stattdessen an der frischen Luft abkühlen und lauwarmes Wasser über die Beine gießen
  • Zwischen den Saunagängen viel trinken

7. Dein Kind vor Passivrauchen schützen

Zigarettenrauch ist für Kinder wesentlich schädlicher als für Erwachsene. Der Grund liegt darin, dass sie schneller atmen und ihr körpereigenes Entgiftungssystem sich noch nicht vollständig entwickelt hat.

Kein Rauchen

Laut aktuellen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen erhöht Passivrauchen bei Kindern das Risiko, an Bronchitis, Mittelohrentzündungen oder Asthma zu erkranken.18, 19 Um das Immunsystem der Kleinen zu entlasten, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), nicht in den eigenen vier Wänden zu rauchen.20

8. Antibiotika und fiebersenkende Medikamente

Nach Ansicht von Heilpraktikern und Naturheilärzten werden heutzutage viel zu oft Antibiotika und Fieberzäpfchen bei Kindern eingesetzt. Nicht selten verschreiben Kinderärzte Antibiotika schon bei Erkältungen, grippalen Infekten und Halsschmerzen. Wissenschaftler sind sich einig, dass diese Mittel ausschließlich gegen Bakterien und nicht gegen Viren wirken.

Da die meisten Kinderkrankheiten durch Viren verursacht werden, können sie demnach keinen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben. Ganz im Gegenteil: Antibiotika zerstören wichtige Bestandteile der Darmflora und verringern dadurch die Abwehrkräfte des Körpers.

Hinzu kommt, dass nach häufigen Antibiotika-Behandlungen immer mehr krankmachende Bakterienstämme Resistenzen entwickeln und nicht auf die üblichen Therapien ansprechen.21, 22

Als Folge wird es immer schwieriger, Mittelohrentzündungen und andere hartnäckige Infekte in den Griff zu bekommen. Am besten sprichst Du mit dem Kinderarzt über dieses Thema, damit er Antibiotika nur in wirklich notwendigen Fällen verschreibt.

Ähnlich kritisch sehen naturheilkundlich arbeitende Therapeuten den häufigen Gebrauch von Fieberzäpfchen. Wenn ein Kind Fieber hat, arbeitet sein Immunsystem auf Hochtouren. Verabreicht man dann sofort ein fiebersenkendes Medikament, werden die körpereigenen Abwehrkräfte geschwächt.

In Einzelfällen kann das natürlich notwendig sein, um gefährliche Zustände zu verhindern. Aber sollte man wirklich bei jedem Infekt Fieberzäpfchen einzusetzen?

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Dr. Jochen G. Opitz Über den Autor: Dr. Jochen G. Opitz ist Biochemiker, Doktor der Naturwissenschaften und arbeitet seit 20 Jahren als Heilpraktiker in eigener Praxis. Durch seine Ausbildung und praktische Erfahrung schreibt er für unsere Leser sowohl aus Sicht der Naturheilkunde als auch der westlichen Medizin. Eine Übersicht seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen findest Du hier: Dr. Jochen G. Opitz auf Researchgate

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