Warum Omega 3 Fettsäuren so wichtig für Kinder sind

Dank neuer wissenschaftlichen Erkenntnisse gewinnt das Thema Omega 3 Fettsäuren für Kinder eine zunehmende Bedeutung bei gesundheitsbewussten Menschen. Man hört immer häufiger davon, dass diese Nährstoffe eine große Rolle bei der körperlichen und geistigen Entwicklung spielen.

Aber konnte Dir schon jemand wirklich erklären, warum?

In diesem Artikel zeigen wir

  1. warum Omega 3 Fettsäuren so wichtig für Kinder sind
  2. was der Unterschied zwischen den verschiedenen Omega 3 Fettsäuren ist
  3. welche Lebensmittel den Tagesbedarf spielend decken

Was sind Omega 3 Fettsäuren überhaupt?

Omega 3 Fettsäuren gehören zu den „ungesättigten“ Fettsäuren. Diese langkettigen Moleküle weisen entweder eine einzelne (→ einfach ungesättigt) oder mehrere Doppelbindungen (→ mehrfach ungesättigt) zwischen bestimmten Kohlenstoffatomen auf.

Eine besondere Gruppe der ungesättigten Fettsäuren ist die Familie der Omega n Fettsäuren. Mit dem Buchstaben n bezeichnen Biochemiker die Position der ersten Doppelbindung vom sogenannten Omega-Ende des Moleküls aus. Omega 3 steht somit für das dritte Kohlenstoffatom.

Das richtige Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 Fettsäuren

Für den menschlichen Organismus haben vor allem Omega 3 Fettsäuren sowie Omega 6 Fettsäuren eine große Bedeutung. Beide Biomoleküle stellen essenzielle Nährstoffe dar. Das bedeutet: Wir können sie nicht selbst herstellen, sondern müssen diese wichtigen Verbindungen in ausreichender Menge über die Nahrung zuführen.

Omega 6 Fettsäuren helfen dem Körper bei allen Reparatur- und Wachstumsvorgängen und senken den Cholesterinspiegel im Blut. Darüber hinaus sind sie an der Regulation des Blutdrucks beteiligt.1

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt mit der Nahrung 2,5 Prozent Omega 6 Fettsäuren und 0,5 Prozent Omega 3 Fettsäuren zuzuführen.2 Das entspricht einem Verhältnis Omega 6 zu Omega 3 von 5 zu 1. Durchschnittlich nehmen Kinder und Erwachsene in Deutschland acht Mal so viele Omega 6 Fettsäuren auf und überschreiten damit deutlich den Referenzwert der DGE.

Welche Omega 3 Fettsäuren gibt es?

In der Natur finden wir eine große Zahl an Omega 3 Fettsäuren, die in unterschiedlichen Lebensmitteln vorkommen und verschiedene Auswirkungen auf unseren Körper haben. Im Folgenden möchten wir die drei wichtigsten davon vorstellen.

DHA und EPA

Die bekanntesten und wissenschaftlich am besten erforschten Vertreter sind Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Sie kommen in unterschiedlichen Konzentrationen in Mikroalgen, Kaltwasserfischen und Kleinstkrebsen (Krill) vor.

Omega 3 Fettsäure DHA
Omega 3 Fettsäure EPA

ALA

Pflanzliche Lebensmittel wie Leinsamen und Walnüsse enthalten eine andere Omega 3 Fettsäure: die Alpha-Linolensäure (ALA).

Was ist der Unterschied?

Mediziner bezeichnen DHA und EPA als biologisch aktiv, ALA hingegen nicht. Was heißt das?

Biologisch aktive Moleküle können wir direkt verwerten. Ein Nährstoff wie Alpha-Linolensäure hingegen muss zunächst mithilfe körpereigener Enzyme verändert werden. Aus diesem Grund haben Omega 3 Fettsäuren aus Fischen und Mikroalgen für uns eine wesentlich größere Bedeutung.

Mehrere Studien zeigen, dass unser Organismus einen Teil der Alpha-Linolensäure in Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure umwandelt. Der Wirkungsgrad ist allerdings nicht besonders hoch: Aus 100 Milligramm ALA entstehen nur fünf bis zehn Milligramm EPA und zwei bis fünf Milligramm DHA.3, 4

<!–In der Wissenschaft gewinnt zunehmend eine weitere Omega 3 Fettsäure an Bedeutung: die Docosapentaensäure (DPA). Aktuelle Forschungsarbeiten belegen, dass sie neben DHA und EPA wichtige Funktionen in unserem Körper ausübt.5–>

Wozu wir Omega 3 Fettsäuren in der Ernährung brauchen

ALA, DHA und EPA nehmen in unserem Organismus an unterschiedlichen Prozessen teil. Als wesentlicher Bestandteil von Phospholipiden kommt DHA in allen Zellmembranen vor. Unser Gehirn und die Fotorezeptoren der Netzhaut sind besonders reich an diesem wertvollen Nährstoff.6 Bezogen auf das Gewicht macht DHA fast 50 Prozent der Membranen der Nervenzellen aus.7

Unser Körper benötigt EPA vor allem für die Herstellung von Eicosanoiden. Als wichtige Signalstoffe sind sie an der Kontrolle von Blutdruck, Herzfrequenz, Blutgerinnung und Schmerzwahrnehmung beteiligt. Darüber hinaus spielen Eicosanoide eine wesentliche Rolle bei der Regulation von Entzündungsreaktionen, Fieber und Allergien.8

Alpha-Linolensäure übt ebenfalls eine wichtige Funktion bei körpereigenen Entzündungsprozessen aus. Das wertvolle Biomolekül stellt den Ausgangsstoff für bestimmte entzündungshemmende Substanzen dar, die in der Medizin als Serie-3-Eicosanoide bezeichnet werden.

Zudem drosselt ALA die Produktion der Omega 6 Fettsäure Arachidonsäure, die als Ausgangssubstanz für verschiedene entzündungsfördernde Stoffe dient.9

Warum sind Omega 3 Fettsäuren für die Entwicklung von Kindern besonders wichtig?

Wie bereits erwähnt wird DHA in großer Zahl in die äußere Hülle von Nervenzellen eingebaut. Eine gesunde Entwicklung des Nervengewebes im Gehirn, Rückenmark, Auge sowie im Magen-Darm-Trakt ist nur dann gewährleistet, wenn dem Körper ausreichende Mengen an Omega 3 Fettsäuren zur Verfügung stehen. Als besonders kritisch hat sich die sogenannte Perinatalperiode erwiesen.

Ärzte verstehen unter diesem Begriff die Zeitspanne von der 23. Woche der Schwangerschaft bis sieben Tage nach der Geburt. Damit sich in dieser Zeit das Nervengewebe des Kindes richtig ausbilden kann, braucht der Organismus Omega 3 Fettsäuren. Eine ausreichende Zufuhr an EPA und DHA ist vor allem für Frühchen wichtig.10

Mehrere wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich Omega 3 Fettsäuren positiv auf das Verhalten, die Sehkraft sowie die kognitiven Leistungen von Säuglingen und Kleinkindern auswirken.11, 12 Mit dem Ausdruck Kognition bezeichnen Mediziner mentale Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Lernen, Gedächtnis, Kreativität, Orientierung, Vorstellungskraft, Selbstbeobachtung und Meinungsbildung.13

Konzentrierter Junge

Laut den Ergebnissen einer Forschungsarbeit aus dem Jahr 2014 profitieren auch ältere Kinder von einer guten Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren. An der klinischen Studie nahmen insgesamt 59 mexikanische Schüler teil, die an einer leichten bis mittelschweren Unterernährung litten.

Zunächst wurden bei allen Teilnehmern die kognitiven Fähigkeiten bestimmt. Anschließend erfolgte nach dem Zufallsprinzip eine Einteilung in zwei Gruppen. Der eine Teil erhielt für drei Monate ein Nahrungsergänzungsmittel mit Omega 3 Fettsäuren, die anderen Kinder nahmen ein Scheinmedikament (Placebo) ein.

Anschließend wurden wiederum bei allen Studienteilnehmern die kognitiven Leistungen überprüft. Das Ergebnis: Wahrnehmung, Aufmerksamkeit sowie die Verarbeitung äußerer Reize verbesserten sich bei mehr als 70 Prozent der Schulkinder aus der Omega 3 Gruppe.14

Was kann passieren, wenn Kinder nicht genügend Omega 3 Fettsäuren aufnehmen?

In den letzten Jahrzehnten führten Wissenschaftler Studien mit schwangeren Frauen durch, um die Auswirkung einer fischreichen Ernährung auf die körperliche und geistige Entwicklung der ungeborenen Kinder zu untersuchen. Eine australische Gruppe analysierte die Daten von knapp 20000 Schwangeren.

Die Ergebnisse belegen, dass eine Unterversorgung mit Omega 3 Fettsäuren das Risiko einer Früh- oder Totgeburt deutlich erhöht. Darüber hinaus wiesen die Kinder bei der Geburt ein geringeres Gewicht auf.15 Die Zusammenfassung von Forschungsergebnissen (Metaanalyse) aus 184 Ländern ergab ein ähnliches Resultat.

Bei Schwangeren, die zu wenig DHA und EPA über die Nahrung zuführten, war die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt wesentlich höher als bei Frauen, die regelmäßig Fisch aßen. Umgekehrt nahm die Gefahr einer Frühgeburt bei einer täglichen Verzehrmenge von bis zu 600 Milligramm Omega 3 Fettsäuren ab.16

Wenn bei Frauen während der Schwangerschaft kaum Fischgerichte auf den Tisch kommen, kann sich das später negativ auf die kognitiven Leistungen und die Sprachentwicklung der Kinder auswirken.17, 18

Konzentriertes Kind

Säuglinge erhalten alle lebensnotwendigen Omega 3 Fettsäuren über die Muttermilch. Aber wie sieht die Versorgung der Kinder aus, wenn sie selbst Nahrung zu sich nehmen?

Der Zeitraum vom zweiten bis zum zehnten Lebensjahr ist für Kinder besonders wichtig. Während dieser Zeit laufen körperliche und geistige Entwicklungsprozesse ab, die größere Mengen an EPA und DHA benötigen. Leider stellt sich die Ernährungssituation von Kindern und Jugendlichen heutzutage alles andere als gut dar: Vor allem Fertiggerichte, zuckerhaltige Getränke, Fast Food und Süßigkeiten sind bei unserem Nachwuchs äußerst beliebt.19

Omega-3-reiche Fischgerichte hingegen verzehren Jungen und Mädchen zwischen sechs und elf Jahren kaum.20 Viele Ärzte mit Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren und Heilpraktiker sehen die ungesunde Ernährung als eine der wesentlichen Ursachen für die zunehmende Zahl an Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter an.

Mehrere Forschungsgruppen untersuchten den Einfluss von Omega 3 Fettsäuren auf aggressives Verhalten und auf eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern und Jugendlichen. Die klinischen Studien zeigten, dass die Gabe von Omega 3 Fettsäuren das Verhalten der Kinder positiv beeinflussen kann.21, 22, 23, 24, 25, 26

Wie viel Omega 3 Fettsäuren brauchen Kinder pro Tag?

Ärzte und Wissenschaftler sind sich bis heute nicht einig, wie hoch der Tagesbedarf an Omega 3 Fettsäuren tatsächlich ist. In verschiedenen Ländern der Welt weichen deshalb die Empfehlungen zum Teil stark voneinander ab.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gibt als Tagesbedarf an EPA und DHA für Kinder die folgenden Werte an:

AlterTagesmenge an DHA + EPA
2 – 4 Jahre100 – 150 mg
4 – 6 Jahre150 – 200 mg
6 – 10 Jahre200 – 250 mg

Empfehlung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).27

Für Erwachsene variieren die Verzehrempfehlungen zwischen 250 und 500 Milligramm am Tag:

Behörde/OrganisationTagesbedarf
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)250 mg EPA + DHA28
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)250 mg EPA + DHA29
Agence francaise de sécurité sanitaire des aliments (AFFSA)500 mg EPA + DHA30
Academy of Nutrition and Dietetics, USA500 mg EPA + DHA31

Empfehlungen für die tägliche Versorgung an DHA und EPA für Erwachsene.

Die australische Regierung aktualisierte im Jahr 2017 ihre Werte für die Aufnahme von Omega 3 Fettsäuren. Insgesamt liegen diese Zahlen beträchtlich unter denen der übrigen Länder:

AlterTagesmenge an DHA + EPA + DPA
1 – 3 Jahre40 mg
4 – 8 Jahre55 mg
9 – 13 Jahre70 mg
14 – 18 Jahre (Mädchen)85 mg
14 – 18 Jahre (Jungen)125 mg
Frauen90 mg
Männer160 mg
Schwangere110 – 115 mg
stillende Mütter140 – 145 mg

Nährstoffreferenzwerte für Australien und Neuseeland.32

An welche Empfehlungen soll ich mich jetzt halten?

Die vielen unterschiedlichen Zahlen wirken zunächst einmal verwirrend. Für Männer und Frauen ist es ratsam, eine durchschnittliche Tagesmenge von 250 bis 500 Milligramm EPA und DHA zu erreichen. Bei Kindern hängt die Zufuhr vom Alter ab. Als Faustregel gilt: 55 bis 200 Milligramm an DHA und EPA pro Tag genügen in den meisten Fällen.

Wie sich der tägliche Bedarf an Omega 3 Fettsäuren decken lässt

Zahlreiche Mikroalgen produzieren größere Mengen an EPA und DHA. Kaltwasserfische fressen mit Vorliebe diese Kleinstlebewesen und lagern die wertvollen Nährstoffe im eigenen Fettgewebe an.33 Zu den besten natürlichen Quellen für Omega 3 Fettsäuren gehören fettreiche Salzwasserfische wie Sardine, Hering, Makrele und Lachs.

Du kannst sie entweder frisch auf dem Markt kaufen oder als Tiefkühlkost zubereiten. Wenn Deine Familie nicht so gerne Fisch mag, stellen Fisch- und Algenöl (Schizochytrium sp.) eine gute Alternative dar. Bereits mit ein bis zwei Teelöffeln Algenöl-Extrakt pro Woche könnt Ihr den Bedarf an EPA und DHA locker decken.

In der folgenden Tabelle haben wir verschiedene Portionen an Lebensmitteln in Gramm (g) aufgelistet, die Du laut Empfehlung der DGE pro Tag verzehren solltest, um auf mindestens 250 mg DHA und EPA zu kommen.

LebensmittelDHA (mg)EPA (mg)Gesamtmenge (mg)
150 g Schellfisch18090270
100 g Kabeljau/Dorsch250100350
50 g Thunfisch295110405
25 g Regenbogenforelle105150255
25 g Makrele185145330
25 g Lachs290150440
25 g Ostseehering290185475
25 g Sardine335185520
1/2 TL Heringsöl*140350490
1/2 TL Algenöl* (Schizochytrium sp.)7503751125

Lebensmittel mit DHA und EPA.34, 35
* 1 Teelöffel entspricht 5 Gramm Öl.

Vegetariern und Veganern stehen als Alternative verschiedene pflanzliche Lebensmittel und Öle zur Verfügung. Da der Körper die enthaltene Alpha-Linolensäure noch in die biologisch aktiven Moleküle DHA und EPA umwandeln muss, kommt es zu größeren Verlusten.

Nur etwa fünf bis zehn Prozent der Gesamtmenge an ALA wird tatsächlich genutzt. Um auf 250 Milligramm EPA und DHA zu kommen, sind daher rund 2500 bis 5000 Milligramm ALA erforderlich, die Du in folgenden Lebensmitteln finden kannst.

LebensmittelALA (mg)
50 g Walnüsse3750
3 EL Sojaöl**3465
3 EL Rapsöl**4140
2 EL Walnussöl**3870
25g Leinsamen4175
1 EL Leinsamenöl**8130

Pflanzliche Quellen für ALA.35
** 1 Esslöffel entspricht 15 Gramm Öl.

Für Kinder reicht eine Fischmahlzeit mit 100 Gramm Lachs oder 150 Gramm Makrele einmal pro Woche aus. Wer jeden Tag eine Handvoll Walnüsse isst und regelmäßig Leinsamenöl verwendet, kann seinen Bedarf an Omega 3 Fettsäuren ebenfalls decken.

Lebensmittel mit Omega 3 Fettsäuren

Das klingt einfach. Aber haben wir auch körpereigene Speicher für EPA und DHA?

Oder ist es doch besser, die lebenswichtigen Nährstoffe täglich zu sich zu nehmen?

Genau wie Kaltwasserfische lagert auch der Mensch ungesättigte Fettsäuren im Gewebe ab. Darüber hinaus stehen unsere eigenen Zellmembranen als Speicher für Omega 3 Fettsäuren zur Verfügung.36

Somit genügt es vollkommen, ein bis zwei Mal in der Woche eine große Portion von omega-3-reichen Lebensmitteln zu verzehren.

Wann sind Nahrungsergänzungsmittel mit Omega 3 Fettsäuren sinnvoll?

Viele ältere Menschen erinnern sich bestimmt noch an den penetranten Geschmack von Lebertran, den uns unsere Eltern mit dem Löffel eingeflößt haben. Heutzutage ist das zum Glück nicht mehr nötig. Denn es gibt Krillöl- und Fischöl-Kapseln, die einen neutraleren Geschmack besitzen.

Mittlerweile sind auch hochwertige Extrakte aus Algenöl erhältlich. Diese eignet sich nicht nur für Vegetarier und Veganer, sondern auch für alle, die ihre Omega 3 Fettsäuren direkt von der eigentlichen Quelle beziehen oder Verunreinigungen z.B. durch Schwermetalle vermeiden wollen.

Für wen eignet sich eine Nahrungsergänzung mit Omega 3 Fettsäuren überhaupt?

Wenn nicht regelmäßig Fisch, Leinsamen, Rapsöl, Walnussöl oder Leinsamenöl auf dem Speiseplan steht, profitieren alle Familienmitglieder von einem Produkt mit Fischöl oder Algenöl.

Wie hoch soll ich denn die Nahrungsergänzung dosieren?

Um ganz sicherzugehen, richtest Du Dich am besten nach der Empfehlung des Herstellers. Als Grundlage können Dir die oben genannten Einnahmemengen dienen. Demnach genügen für vier bis sechs Jahre alte Kinder zwischen 55 und 200 Milligramm EPA und DHA am Tag.

Falls Du mit Omega 3 Fettsäuren bestimmte Krankheiten wie Allergien oder ADHS bei Kindern behandeln möchtest, solltest Du das Ganze nicht in Eigenregie durchführen. Sprich als Erstes mit dem Kinderarzt darüber oder wende Dich an einen Heilpraktiker, der viel Erfahrung mit der Therapie von Kindern hat.

Fazit

Die biologisch aktiven Omega 3 Fettsäuren EPA und DHA nehmen zentrale Aufgaben bei der Entwicklung des Gehirns und der Netzhaut im Auge wahr. Eine zu geringe Zufuhr besonders in der Schwangerschaft und während der ersten drei Lebensjahre kann deshalb ernste Folgen für die Kleinen haben.

Mit dem Verzehr von fettreichen Fischen wie Sardine, Hering, Lachs oder Makrele stellen Schwangere und stillende Mütter eine optimale Versorgung ihrer Sprösslinge sicher. Auch für etwas ältere Kinder und Jugendliche ist es wichtig, dass regelmäßig Fischgerichte und Salate mit Leinsamen-, Walnuss- oder Rapsöl auf dem Speiseplan stehen.

Fischmuffel können als Alternative auf ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel aus Algen- oder Fischöl zurückgreifen.

Quellen anzeigen

[1] https://www.netdoktor.de/ernaehrung/fett/omega-6-fettsaeuren/
[2] https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/fett/
[3] Brenna JT et al. alpha-Linolenic acid supplementation and conversion to n-3 long-chain polyunsaturated fatty acids in humans. Prostaglandins Leukot Essent Fatty Acids. 2009 Feb-Mar;80(2-3):85-91.
[4] Mantzioris E et al. Dietary substitution with an alpha-linolenic acid-rich vegetable oil increases eicosapentaenoic acid concentrations in tissues. Am J Clin Nutr. 1994 Jun;59(6):1304-9.
[5] https://www.kdpharmagroup.com/de/omega-3/warum-sind-sie-so-wichtig
[6] Haag M. Essential fatty acids and the brain. Canad J Psychiatry 2003;48:195-203.
[7] Singh M. Essential Fatty Acids, DHA and the Human Brain. Indian Journal of Pediatrics 2005;72(3):239-242.
[8] https://de.wikipedia.org/wiki/Eicosanoide
[9] https://de.wikipedia.org/wiki/%CE%91-Linolens%C3%A4ure
[10] Brenna JT. Efficiency of conversion of alpha-linolenic acid to long chain n-3 fatty acids in man. Curr Opin Clin Nutr Metab Care. 2002 Mar;5(2):127-32.
[11] Birch EE et al. Visual acuity and the essentiality of docosahexaenoic acid and arachidonic acid in the diet of term infants. Pediatr Res. 1998 Aug;44(2):201-9.
[12] Kuratko CN et al. The relationship of docosahexaenoic acid (DHA) with learning and behavior in healthy children: A review. Nutrients. 2013 Juli;5(7):2777-810.
[13] https://de.wikipedia.org/wiki/Kognition
[14] Portillo-Reyes V et al. Clinical significance of neuropsychological improvement after supplementation with omega-3 in 8-12 years old malnourished Mexican children: a randomized, double-blind, placebo and treatment clinical trial. Res Dev Disabil. 2014 Apr;35(4):861-70.
[15] Middleton P et al. Omega-3 fatty acid addition during pregnancy. Cochrane Database Syst Rev. 2018 Nov 15;11:CD003402.
[16] Ciesielski TH et al. Omega-3 polyunsaturated fatty acid intake norms and preterm birth rate: a cross-sectional analysis of 184 countries. BMJ Open. 2019; 9(4): e027249.
[17] Oken E et al. Maternal fish intake during pregnancy, blood mercury levels, and child cognition at age 3 years in a US cohort. Am J Epidemiol. 2008 May 15;167(10):1171-81.
[18] Hibbeln JR et al. Maternal seafood consumption in pregnancy and neurodevelopmental outcomes in childhood (ALSPAC study): an observational cohort study. Lancet. 2007 Feb 17;369(9561):578-85.
[19] https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsK/2013_1_getraenkekonsum.html
[20] Robert Koch-Institut. Ernährungs-Studie als KiGGS-Modul (EsKiMo). Anhang A12 und A13, Seite 118-119.
[21] Raine A et al. Nutritional supplementation to reduce child aggression: a randomized, stratified, single-blind, factorial trial. J Child Psychol Psychiatry. 2016 Sep;57(9):1038-46.
[22] Raine A et al. Reduction in behavior problems with omega-3 supplementation in children aged 8-16 years: a randomized, double-blind, placebo-controlled, stratified, parallel-group trial. J Child Psychol Psychiatry. 2015 May;56(5):509-20.
[23] Rodríguez-Hernández PJ et al. Impact of Omega-3 Fatty Acids Among Other Nonpharmacological Interventions on Behavior and Quality of Life in Children with Compromised Conduct in Spain.. J Diet Suppl. 2018 Oct 31:1-12.
[24] Chang JP et al. Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids in Youths with Attention Deficit Hyperactivity Disorder: a Systematic Review and Meta-Analysis of Clinical Trials and Biological Studies. Neuropsychopharmacology 2018 Feb;43(3):534-545.
[25] Derbyshire E. Do Omega-3/6 Fatty Acids Have a Therapeutic Role in Children and Young People with ADHD? J Lipids. 2017;2017:6285218.
[26] Königs A and Kiliaan AJ. Critical appraisal of omega-3 fatty acids in attention-deficit/hyperactivity disorder treatment. Neuropsychiatr Dis Treat. 2016 Jul 26;12:1869-82.
[27] Food and Agriculture Organization of the United Nations (2010). Fats and fatty acids in human nutrition: Report of an expert consultation FAO Food and Nutrition Paper 91. Rome. Table 2.2, Seite 12.
[28] EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition, and Allergies (NDA). Scientific Opinion on Dietary Reference Values for fats, including saturated fatty acids, polyunsaturated fatty acids, monounsaturated fatty acids, trans fatty acids, and cholesterol. EFSA Journal 2010; 8(3):1461.
[29] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2015). Evidenzbasierte Leitlinie – Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten.
[30] https://www.iffo.net/cn/system/files/A%206%20Summary%20GOED%20For%20IADSA%20only%20english.pdf Seite 3.
[31] Vannice G, Rasmussen H. Position of the academy of nutrition and dietetics: Dietary Fatty acids for healthy adults. J Acad Nutr Diet 2014 114:136-153.
[32] https://www.nhmrc.gov.au/file/3321/download?token=NZwxZrLa Seite 33.
[33] https://ods.od.nih.gov/factsheets/Omega3FattyAcids-HealthProfessional/
[34] https://www.ak-omega-3.de/omega-3-fettsaeuren/wo-sind-omega-3-fettsaeuren-enthalten
[35] http://www.vitalstoff-lexikon.de/Fettsaeuren/Omega-3-Fettsaeuren/Lebensmittel.html
[36] https://www.researchgate.net/post/Does_the_human_body_have_a_mechanism_for_storing_EFAs_or_EAAs
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Dr. Jochen G. Opitz Über den Autor: Dr. Jochen G. Opitz ist Biochemiker, Doktor der Naturwissenschaften und arbeitet seit 20 Jahren als Heilpraktiker in eigener Praxis. Durch seine Ausbildung und praktische Erfahrung schreibt er für unsere Leser sowohl aus Sicht der Naturheilkunde als auch der westlichen Medizin. Eine Übersicht seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen findest Du hier: Dr. Jochen G. Opitz auf Researchgate

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